Lernen, Kultur und Teamgeist im Erasmus+-Projekt
Im März 2026 reiste eine Schülergruppe der Jahrgänge 6 und 8 der ARS im Rahmen eines Erasmus+-Projekts nach Pamplona. Nach der Ankunft wurden unsere Schülerinnen und Schüler sowie die begleitenden Lehrkräfte im Schulgebäude der CPEIP Paderborn-Lezkairu feierlich begrüßt. Eltern und Schulleitung organisierten eine Willkommensrunde mit regionalen Spezialitäten wie Tortilla de Patatas, Aceitunas, Jamón Serrano, Allioli, Pan con Queso Manchego und Empanadillas de Atún y Patatas. Eine zweisprachige Vorstellungsrunde (Deutsch/Spanisch) und Icebreaker-Aktivitäten erleichterten das Kennenlernen und sorgten für spürbare Freude.
Die Erasmus+-Woche begann mit einem gesunden Frühstück in der Mensa. Auf dem Programm standen Informationen zur Bedeutung eines ausgewogenen Starts in den Tag, zur Rolle gesunder Fette und zur Verwendung von Olivenöl sowie eine Verkostung nahrhafter Aufstriche (Avocado, Tomate). Im Rahmen eines geführten Rundgangs erhielten die ARS-Lehrkräfte Alicia Feregrino und Julia Grützmacher Einblicke in die Räumlichkeiten, die Ausstattung und die pädagogischen Ansätze der Partnerschule. Die gemeinsamen Mittagessen mit dem spanischen Kollegium ermöglichten kollegialen Austausch und gegenseitiges Kennenlernen.
Ein fachlicher Schwerpunkt lag auf digitalen Kompetenzen und einem Maker-Mindset. Im spanischsprachigen Digitalunterricht, der von spanischen Schülerinnen und Schülern ins Deutsche übersetzt wurde, wurde gelebter kooperativer Bilingualismus erfahrbar. An Praxisstationen lösten die Lernenden Programmierrätsel, um das sogenannte Computational Thinking (informatisches Problemlösen) zu fördern, trainierten algorithmisches Denken mit Minirobotern und entwickelten bei einer STEAM-Challenge improvisierte Musikinstrumente aus Gemüse und Obst mit einfachen Stromkreisen. So verband sich technisches Lernen mit Kreativität und Spaß.
Das Herzstück der Woche war die Kernlernerfahrung „Imaginäre Reise in eine Parallelwelt“. Auf dem Schulhof wurde ein Erfahrungsparcours mit altersgerecht aufbereiteten Aufgaben angeboten. An den Stationen arbeiteten die Gruppen auf Deutsch und Spanisch zusammen. Dabei wurden Bewegung, Koordination und Raumorientierung gezielt gefördert.
Bei einer geführten Stadterkundung entdeckte die Gruppe die Geschichte und das Kulturerbe Pamplonas. An gamifizierten Mathematik-Stationen konnten die Teilnehmenden spielerisch lernen, logisch denken und gemeinsam Probleme lösen. Eine etwa zwölf Kilometer lange Bildungswanderung verband körperliche Aktivität mit Lokalgeschichte und bot die Gelegenheit, regionale Pintxos (eine Art Tapas) zu probieren. Unterwegs wurden Aspekte der Nachhaltigkeit praktisch umgesetzt: Informationen zur richtigen Mülltrennung, organisierte Müllsammelaktionen sowie die Sensibilisierung für Flora und Fauna waren Bestandteile des Programms. In einer ökologischen Einheit setzten sich die Teilnehmenden kritisch mit gebietsfremden Baumarten Pamplonas auseinander und diskutierten Herkunft, ökologische Funktionen und mögliche Auswirkungen.
Der Ausflug nach San Sebastián widmete sich der Meeresumwelt: Am Playa de la Concha wurden Meeresschutz und die Bedeutung sauberer Strände thematisiert. Der Besuch des Aquariums bot Einblicke in die regionale Artenvielfalt; ein Stadtspaziergang führte unter anderem zur Catedral del Buen Pastor. Freizeit zum Bummeln, Souvenirkauf und ein erfrischendes Barfußlaufen im Meerwasser rundeten den Tag ab.
Zum Abschluss der Woche fand eine feierliche Zeremonie mit Zertifikatsvergabe statt. In der anschließenden Evaluation reflektierten die deutschen Lehrkräfte, die spanische Schulleitung und das Erasmus+-Team gemeinsam Erfahrungen und Empfehlungen für künftige Mobilitäten. Danach trat die Gruppe die Rückreise nach Deutschland an.
Die Erfahrung in Pamplona war in jeder Hinsicht sehr positiv: Die gesamte Gruppe arbeitete mit Begeisterung und Teamgeist und es entstanden Freundschaften. Die Zusammenarbeit mit der Schulleitung und den Lehrkräften vor Ort war äußerst konstruktiv. Das Projekt zeigte, wie schulisches Lernen, Mehrsprachigkeit, Digitalisierung, körperliche Aktivität und Nachhaltigkeit miteinander verbunden werden können und wie das Erasmus+-Programm die Schule bereichert.
Alicia Feregrino-Langer