Archiv der Kategorie: Erasmus+

Erasmus+-Austausch in Lido di Ostia und Rom

Im Rahmen des Erasmus+-Programms verbrachten elf Schülerinnen und Schüler unserer Schule gemeinsam mit ihren beiden Lehrkräften, Iris Reuter und Clarissa Kammerer, eine spannende und erlebnisreiche Woche in Lido di Ostia und Rom. Die Jugendlichen erhielten die Möglichkeit, gemeinsam mit ihren Austauschpartnerinnen und -partnern den Alltag in Italien hautnah kennenzulernen und wertvolle interkulturelle Erfahrungen zu sammeln.

Die Schülerinnen und Schüler wurden von ihren italienischen Gastgeberinnen und Gastgebern sehr herzlich aufgenommen und schnell in den Schulalltag integriert. Besonders positiv fiel auf, dass die Jugendlichen auch außerhalb des offiziellen Programms viel Zeit mit ihren Gastschülerinnen und Gastschülern verbrachten. Gemeinsame Freizeitaktivitäten, Ausflüge und Gespräche förderten nicht nur den kulturellen Austausch, sondern boten auch zahlreiche Gelegenheiten, die englische Sprache aktiv anzuwenden und mehr Sicherheit in der Kommunikation zu gewinnen.

Ein wichtiger Bestandteil des Austauschs war zudem die Zeit in der italienischen Schule. Unsere Schülerinnen und Schüler erhielten Einblicke in den dortigen Schulalltag und konnten Unterschiede und Gemeinsamkeiten zum deutschen Schulsystem kennenlernen. Im Rahmen eines gemeinsamen Computerprojekts über ihre Zeit in Italien arbeiteten die deutschen und italienischen Jugendlichen zusammen und stärkten dabei ihre Fähigkeiten in den Bereichen Teamarbeit, Kommunikation und selbstständiges Arbeiten.

Auch kulturell hatte die Woche viel zu bieten. Auf dem Programm standen zahlreiche Sehenswürdigkeiten in Rom, darunter die beeindruckende Metrostation C mit ihrem integrierten Museum. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Europäischen Zentrums „David Sassoli“, bei dem die Schülerinnen und Schüler wichtige Einblicke in die Bedeutung Europas und der europäischen Zusammenarbeit erhielten.

Darüber hinaus erkundete die Gruppe Ostia bei einer Stadtführung und Schnitzeljagd sowie bei einem Besuch der antiken Ausgrabungsstätte Ostia Antica. Ein gemeinsamer Strandbesuch und ein Abendessen am Meer sorgten ebenfalls für unvergessliche Momente und stärkten das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Gruppe.

Die Zusammenarbeit mit den italienischen Kolleginnen und Kollegen der Gastschule „Liceo Scientifico Statale Federigo Enriques“ verlief während der gesamten Woche äußerst positiv und engagiert. Gemeinsam konnte ein abwechslungsreiches Programm gestaltet werden, das schulische, kulturelle und soziale Aspekte miteinander verband.

Die Erasmus+-Fahrt nach Ostia und Rom war für alle Beteiligten eine große Bereicherung und wird sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

Clarissa Kammerer

Erasmus+-Projekt an der ARS mit der CPEIP Paderborn-Lezkairu:

Eine Woche voller Sprache, Kultur und Lernen

Im April 2026 war die ARS Pohlheim Gastgeberin für eine Gruppe von Sechstklässlerinnen und Sechstklässlern der CPEIP Paderborn-Lezkairu aus Pamplona. Gemeinsam erlebten die Gäste Unterricht, Kultur und Geschichte – ein intensives Lernabenteuer im Rahmen von Erasmus+.

Die Gastschülerinnen und -schüler lernen in Pamplona Deutsch als Erstsprache. Untereinander verständigten sich alle Teilnehmenden auf Deutsch, Englisch und Spanisch – ideale Voraussetzungen für ein interkulturelles Erasmus+-Projekt.

Nach einem offiziellen Empfang in unserer Schule nahmen die Gäste an mehreren Unterrichtstagen an der ARS teil. Sie lernten den schulischen Alltag kennen und verglichen spanische und deutsche Lernformen, Fächer und Schulkulturen. Besonders beeindruckt waren die spanischen Gäste vom Fach „Freies Lernen“, in dem Schülerinnen und Schüler lernen, wie man lernt. In den Pausen begeisterte außerdem der Schulgarten mit seinen Hühnern und Kaninchen – eine willkommene Abwechslung, bei der die Verantwortung für Tiere an der ARS praktisch erlebt werden kann.

Ein besonderer Höhepunkt war der Projekttag „Eine Reise ins Land der Märchen – die Brüder Grimm“ in Marburg. Die Exkursion verband Literatur mit ihrem historischen und geografischen Kontext. Viele Kinder kannten bislang vor allem Disney-Adaptionen. Die ARS-Lehrerinnen Alicia Feregrino und Julia Grützmacher stellten die Originalfassungen der Brüder Grimm vor, zum Beispiel „Der Fischer und seine Frau“ oder „Sterntaler“. Es entstanden bewegende Momente, als die Gäste den Originalerzählungen zuhörten und sich von den Geschichten berühren ließen. Auf dem Brüder-Grimm-Pfad in Marburg besuchte die Gruppe Stationen zu Märchen wie „Der Wolf und die sieben jungen Geißlein“, „Der Froschkönig“ und „Hänsel und Gretel“. Indem die Lernorte sichtbar und greifbar wurden, entstanden bedeutsame Lernmomente. Die gesamte Erasmus+-Gruppe erweiterte ihr Wissen, entwickelte Neugier und gewann Wertschätzung für mündliche und schriftliche Erzähltraditionen – ein Beitrag zur Pflege des europäischen und weltweiten Kulturerbes.

Auch der Besuch in Frankfurt am Main verband Stadterkundung mit Kultur und Geschichte. Die Gruppe fuhr auf den Main Tower, unternahm eine Bootstour auf dem Main und betrachtete die Stadt aus verschiedenen Perspektiven. Beim Probieren traditioneller Speisen wie Frankfurter Würstchen sowie beim Besuch eines Biomarkts entdeckten die Schülerinnen und Schüler regionale Produkte wie schwarze Karotten, verschiedene Apfelsorten und Meerrettich.

Im Sinne der Digitalisierung setzten die Kinder ein kreatives Projekt zu Märchen der Brüder Grimm um, angeleitet von den Lehrkräften Jannis van Meerendonk und Janina Zimmermann. Aufbauend auf den Eindrücken aus Marburg entwickelten sie eigene Ideen und gestalteten mithilfe von 3D-Druckern verschiedene Exponate. So verbanden sich Literatur, Design und Technologie auf kreative Weise: Märchen wie „Aschenputtel“, „Das tapfere Schneiderlein“, „Rotkäppchen“ und „Der Wolf“ wurden in die heutige Zeit übertragen und neu interpretiert.

Den stimmungsvollen Abschluss der Erasmus+-Woche bildete eine Feier in der Schule mit einem interkulturellen Buffet, zu dem die Eltern deutsche Spezialitäten beigesteuert hatten. Ein gemeinsames Musizieren mit Gitarre, angeleitet vom spanischen Lehrer Javier Morales sowie den ARS-Schülern Alma Jung und Paul Bröchler, rundete den Nachmittag ab.

Nach einem familiären Abschlusstag traten die Gäste die Heimreise nach Spanien an – reich an Eindrücken, neuen Freundschaften und hoch motiviert, Europa und seine Kulturen weiter zu entdecken. Die ARS Pohlheim und die Region Mittelhessen werden ihnen bis nach Pamplona in guter Erinnerung bleiben.

ARS-Schülerinnen und -Schüler erleben Pamplona:

Lernen, Kultur und Teamgeist im Erasmus+-Projekt

Im März 2026 reiste eine Schülergruppe der Jahrgänge 6 und 8 der ARS im Rahmen eines Erasmus+-Projekts nach Pamplona. Nach der Ankunft wurden unsere Schülerinnen und Schüler sowie die begleitenden Lehrkräfte im Schulgebäude der CPEIP Paderborn-Lezkairu feierlich begrüßt. Eltern und Schulleitung organisierten eine Willkommensrunde mit regionalen Spezialitäten wie Tortilla de Patatas, Aceitunas, Jamón Serrano, Allioli, Pan con Queso Manchego und Empanadillas de Atún y Patatas. Eine zweisprachige Vorstellungsrunde (Deutsch/Spanisch) und Icebreaker-Aktivitäten erleichterten das Kennenlernen und sorgten für spürbare Freude.


Die Erasmus+-Woche begann mit einem gesunden Frühstück in der Mensa. Auf dem Programm standen Informationen zur Bedeutung eines ausgewogenen Starts in den Tag, zur Rolle gesunder Fette und zur Verwendung von Olivenöl sowie eine Verkostung nahrhafter Aufstriche (Avocado, Tomate). Im Rahmen eines geführten Rundgangs erhielten die ARS-Lehrkräfte Alicia Feregrino und Julia Grützmacher Einblicke in die Räumlichkeiten, die Ausstattung und die pädagogischen Ansätze der Partnerschule. Die gemeinsamen Mittagessen mit dem spanischen Kollegium ermöglichten kollegialen Austausch und gegenseitiges Kennenlernen.

Ein fachlicher Schwerpunkt lag auf digitalen Kompetenzen und einem Maker-Mindset. Im spanischsprachigen Digitalunterricht, der von spanischen Schülerinnen und Schülern ins Deutsche übersetzt wurde, wurde gelebter kooperativer Bilingualismus erfahrbar. An Praxisstationen lösten die Lernenden Programmierrätsel, um das sogenannte Computational Thinking (informatisches Problemlösen) zu fördern, trainierten algorithmisches Denken mit Minirobotern und entwickelten bei einer STEAM-Challenge improvisierte Musikinstrumente aus Gemüse und Obst mit einfachen Stromkreisen. So verband sich technisches Lernen mit Kreativität und Spaß.

Das Herzstück der Woche war die Kernlernerfahrung „Imaginäre Reise in eine Parallelwelt“. Auf dem Schulhof wurde ein Erfahrungsparcours mit altersgerecht aufbereiteten Aufgaben angeboten. An den Stationen arbeiteten die Gruppen auf Deutsch und Spanisch zusammen. Dabei wurden Bewegung, Koordination und Raumorientierung gezielt gefördert.

Bei einer geführten Stadterkundung entdeckte die Gruppe die Geschichte und das Kulturerbe Pamplonas. An gamifizierten Mathematik-Stationen konnten die Teilnehmenden spielerisch lernen, logisch denken und gemeinsam Probleme lösen. Eine etwa zwölf Kilometer lange Bildungswanderung verband körperliche Aktivität mit Lokalgeschichte und bot die Gelegenheit, regionale Pintxos (eine Art Tapas) zu probieren. Unterwegs wurden Aspekte der Nachhaltigkeit praktisch umgesetzt: Informationen zur richtigen Mülltrennung, organisierte Müllsammelaktionen sowie die Sensibilisierung für Flora und Fauna waren Bestandteile des Programms. In einer ökologischen Einheit setzten sich die Teilnehmenden kritisch mit gebietsfremden Baumarten Pamplonas auseinander und diskutierten Herkunft, ökologische Funktionen und mögliche Auswirkungen.

Der Ausflug nach San Sebastián widmete sich der Meeresumwelt: Am Playa de la Concha wurden Meeresschutz und die Bedeutung sauberer Strände thematisiert. Der Besuch des Aquariums bot Einblicke in die regionale Artenvielfalt; ein Stadtspaziergang führte unter anderem zur Catedral del Buen Pastor. Freizeit zum Bummeln, Souvenirkauf und ein erfrischendes Barfußlaufen im Meerwasser rundeten den Tag ab.

Zum Abschluss der Woche fand eine feierliche Zeremonie mit Zertifikatsvergabe statt. In der anschließenden Evaluation reflektierten die deutschen Lehrkräfte, die spanische Schulleitung und das Erasmus+-Team gemeinsam Erfahrungen und Empfehlungen für künftige Mobilitäten. Danach trat die Gruppe die Rückreise nach Deutschland an.

Die Erfahrung in Pamplona war in jeder Hinsicht sehr positiv: Die gesamte Gruppe arbeitete mit Begeisterung und Teamgeist und es entstanden Freundschaften. Die Zusammenarbeit mit der Schulleitung und den Lehrkräften vor Ort war äußerst konstruktiv. Das Projekt zeigte, wie schulisches Lernen, Mehrsprachigkeit, Digitalisierung, körperliche Aktivität und Nachhaltigkeit miteinander verbunden werden können und wie das Erasmus+-Programm die Schule bereichert.

Alicia Feregrino-Langer

Europäisches Gefühl in der Karibik:

Erasmus+-Projekt „Ökologie und Kultur” zwischen Pohlheim und Guadeloupe

Im Rahmen des Erasmus+-Projekts „Ökologie und Kultur” reisten acht Schülerinnen und Schüler der Adolf-Reichwein-Schule in Begleitung der Lehrkräfte Alicia Feregrino und Susanne Boncek, des Schulsozialarbeiters Aaron Schmalenberg sowie der Teilhabeassistentin Christina Schumann nach Guadeloupe, einer zu Frankreich gehörenden karibischen Insel. Gastgeber waren Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte des Lycée Baimbridge, die organisatorisch von Yannick Bordin, Lehrer für Spanisch und Französisch, geleitet wurden. Das Projekt profitierte von den unterschiedlichen kulturellen Perspektiven und Sprachkenntnissen beider Gruppen und förderte einen lebendigen interkulturellen Austausch.

Das Leitthema „Ökologie und Kultur“ verband Umweltschutz mit dem Erleben von Tradition und Geschichte. Ziel war es, nachhaltiges Handeln zu fördern und kulturelles Erbe erlebbar zu machen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf Inklusion. Die Jugendlichen arbeiteten in gemischten Teams, überwanden sprachliche und kulturelle Barrieren und stärkten ihr Bewusstsein für Teilhabe.

Während des zehntägigen Erasmus+-Projekts erwartete die deutsch-französische Erasmus+-Gruppe ein abwechslungsreiches Programm: Sprachunterricht in Spanisch und Englisch, ökologische Aktivitäten, Exkursionen zu historischen und kulturellen Stätten sowie kreative Workshops. Alle Angebote waren so konzipiert, dass auch Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf aktiv eingebunden werden konnten.

Zum Auftakt wurden die deutschen Gäste auf dem Schulhof des Lycée Baimbridge mit Musik und Tanz herzlich empfangen. Kennenlernspiele in „Bàt 2” erleichterten das Zusammenfinden und schufen eine offene Atmosphäre für die gemeinsame Arbeit.

In der folgenden Woche nahmen alle Teilnehmenden an einer Baumpflanzaktion zum Schutz von Umwelt und Biodiversität im Nationalpark Guadeloupe teil. Die gewonnenen Eindrücke wurden anschließend in der französischen Schule schriftlich verarbeitet und in englischsprachigen Artikeln dokumentiert. Bei einem traditionellen Frühstück lernten die deutschen Gäste kulinarische Spezialitäten wie Didiko-Kuchen und Chodo kennen. Im Theaterunterricht entwickelten Kleingruppen außerdem Sketche zu den Themen Nachhaltigkeit und Integration.

Auch die kulturelle Praxis war ein wichtiger Bestandteil des Programms. Im Rahmen eines Workshops wurden die Teilnehmenden in den traditionellen Gwoka-Tanz und die charakteristischen Trommelrhythmen der Insel eingeführt. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, die karibischen Rhythmen selbst auszuprobieren. Zusätzlich erhielten sie von einer professionellen Tänzerin Einblicke in die Kunst des Gwoka. Besonders eindrücklich war die enge Verbindung von Bewegung und Trommelspiel, bei der die Trommlerinnen und Trommler den tänzerischen Impulsen folgten.

Bei den Naturerkundungen besuchte die Gruppe den Mangrovenwald „Kassav” bei Sainte-Rose. Dort wurde die ökologische Bedeutung der Mangroven für Flora, Fauna und Küstenschutz anschaulich vermittelt. Bei einer weiteren Exkursion zur Pointe des Châteaux erfuhr die Gruppe mehr über die Trockenzonen und die kalkhaltigen Böden Guadeloupes. Abgerundet wurde das Programm durch Besuche am Strand von Malendure bei Bouillante und an den Ecrevisses-Wasserfällen, wo das feucht-tropische Klima Guadeloupes unmittelbar erfahrbar war. So lernten die Schülerinnen und Schüler die wichtigsten Klimazonen der Insel kennen.

Den Abschluss bildete ein stimmungsvolles Fest mit den Eltern der französischen Teilnehmenden. Dabei fanden eine gemeinsame Projektevaluation sowie ein Erfahrungsaustausch zum interkulturellen Lernen statt.

Die Begegnung machte deutlich, dass die Übernahme von Verantwortung für die Umwelt und die Wertschätzung kultureller Vielfalt Hand in Hand gehen, wobei Inklusion als verbindendes Prinzip gelebt wurde. Nach zwölf intensiven Tagen kehrte die Gruppe mit vertieftem Wissen über Ökologie und Kultur, verbesserten Sprachkompetenzen, neuen Freundschaften und einem gestärkten europäischen Bewusstsein nach Hause zurück.

Alicia Feregrino-Langer

Erasmus+-Besuch der Gastschule
„Liceo Scientifico Statale Federigo Enriques“ aus Lido di Ostia

Im November 2025 durfte die Adolf-Reichwein-Schule besonderen Besuch begrüßen: Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrkräfte unserer Partnerschule aus Lido di Ostia waren bei uns zu Gast. Die Begegnung fand im Rahmen des Erasmus+-Programms statt und bot allen Beteiligten eine abwechslungsreiche Woche voller gemeinsamer Erlebnisse, neuer Freundschaften und europäischem Austausch.

Iris Reuter und Clarissa Kammerer, Englischlehrerinnen an der ARS, organisierten diese Woche.

Bereits am ersten Tag war die Freude groß, als die italienischen Gäste von ihren Austauschschülerinnen und -schülern empfangen wurden. Schnell entstanden erste Kontakte, und viele Schülerinnen und Schüler merkten, wie gut die Verständigung auf Englisch funktionierte. Im Laufe der Woche wurden die Begegnungen immer intensiver, und aus anfänglicher Zurückhaltung entwickelte sich schnell ein herzliches Miteinander.

Ein besonderer Schwerpunkt der Austauschwoche lag auf dem Thema Europa. Während der Projekttage arbeiteten die deutschen und italienischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam an kreativen Stop-Motion-Videos rund um europäische Werte, Zusammenhalt und kulturelle Vielfalt. Dabei konnten sie nicht nur ihre technischen und kreativen Fähigkeiten erweitern, sondern auch lernen, in internationalen Teams zusammenzuarbeiten. Die Ergebnisse wurden am Abschlussabend stolz präsentiert und sorgten bei Eltern, Lehrkräften sowie Mitschülerinnen und Mitschülern für große Begeisterung.

Natürlich durfte auch das gemeinsame Erleben außerhalb des Unterrichts nicht fehlen. Die italienischen Gäste nahmen am Schulalltag teil, besuchten gemeinsam mit ihren Austauschpartnerinnen und -partnern den Unterricht und lernten die deutsche Schule und Kultur besser kennen. Auch das gemeinsame Mittagessen in der Mensa gehörte für viele zu den kleinen, aber wichtigen Alltagserfahrungen des Austauschs.

Zu den Highlights der Woche zählten außerdem mehrere spannende Ausflüge. Im Kommunikationsmuseum Frankfurt konnten die Schülerinnen und Schüler die Entwicklung von Kommunikation und Medien interaktiv entdecken. Besonders beeindruckend war auch der Besuch des Dunkelkaufhauses in Wetzlar, bei dem die Gruppe erleben konnte, wie sich der Alltag ohne Sehsinn anfühlt. Teamgeist und Zusammenarbeit standen anschließend beim Escape Room in Gießen im Mittelpunkt, wo deutsche und italienische Schülerinnen und Schüler gemeinsam knifflige Rätsel lösen mussten.

Den gelungenen Abschluss bildete ein gemeinsamer Abend mit Eltern, Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern. Neben den Präsentationen der Projektergebnisse blieb viel Zeit für Gespräche, Erinnerungsfotos und den Austausch über die vielen schönen Erlebnisse der Woche. Besonders schön war zu sehen, wie eng die Gruppen in dieser kurzen Zeit zusammengewachsen waren.

Die Austauschwoche war für alle Beteiligten eine wertvolle Erfahrung. Sie hat nicht nur die Sprachkenntnisse verbessert, sondern auch Offenheit, Selbstständigkeit und interkulturelles Verständnis gefördert. Viele Freundschaften wurden geknüpft, und die Vorfreude auf den Gegenbesuch in Italien ist bereits groß, der für April 2026 geplant ist.

Clarissa Kammerer

Erasmus+ an der Adolf-Reichwein-Schule: Ein Märchen wird wahr!

Die Adolf-Reichwein-Schule darf sich seit kurzem mit dem Titel „Erasmus+ Schule“ schmücken und hat nun ihr erstes spannendes Projekt erfolgreich umgesetzt. In einem interkulturellen Austausch haben sieben spanische Schülerinnen und Schüler aus dem Jahrgang 6 (11 bis 12 Jahre) gemeinsam mit ihren Lehrkräften, Herrn Nikolas Brämer und Javier Morales, eine Woche lang die ARS besucht. Sie kamen aus dem „Colegio Publico Paderborn-Lezkairu“ in Pamplona, einer Stadt im Norden Spaniens im Baskenland.

Während ihres Aufenthalts lebten die spanischen Gäste in den Familien von sechs Fünftklässlern und einem Siebtklässler der ARS, was den interkulturellen Austausch besonders bereichernd gestaltete. Im Rahmen des Projekts vertieften die Schülerinnen und Schüler ihre Kenntnisse über Märchen, indem sie den „Grimm-dich-Pfad“ in Marburg erwanderten. Eine Exkursion nach Frankfurt stand ebenso wie eine interaktive Lesung auf dem Programm, und die Schülerinnen und Schüler hatten die Gelegenheit, gemeinsam Unterricht zu besuchen, zu kochen und im Makerspace der ARS am 3D-Drucker zu arbeiten.

Gießener Allgemeine, 02.06.2015, Seite 13

Der krönende Abschluss der Projektwoche war eine Abschlussfeier, bei der die 14 Schülerinnen und Schüler sogar gemeinsam musizierten. In nur 90 Minuten studierten sie tolle Songs ein, unterstützt vom Neuntklässler Paul Bröchler versetzten sie die anwesenden Eltern und Lehrkräfte in beste Laune. Die ganze Woche über hatten Lernende des Jg. 9 die Gruppe unterstützt und Kontakte geknüpft.

Die Kollegin Frau Alicia Feregrino-Langer, die das erste Erasmus-Projekt mit großer Sorgfalt und durch Unterstützung der Kollegin Julia Grützmacher geplant und durchgeführt hat, bedankte sich in ihrer Abschlussrede herzlich bei den Eltern, Schülern und Kollegen. Frau Grützmacher betonte, dass nun wirklich ein Märchen wahr wurde, denn schon seit 15 Jahren habe die ARS Versuche unternommen, Begegnungen mit Spaniern zu ermöglichen, aber immer scheiterte das Vorhaben an verschiedenen Punkten. So war ihre Freude nun sehr groß! Die Schulleiterin Petra Brüll hob in ihrem Redebeitrag den Mut der jungen Lernenden hervor, die sich in ein fremdes Land und zu fremden Menschen aufgemacht haben. Sie war sichtlich stolz auf dieses gelungene erste Erasmus-Projekt und bedankte sich bei allen Beteiligten.

Besonders bemerkenswert ist, dass das Projekt in dieser Form nur möglich war, weil die spanischen Gäste bereits ab dem Kindergarten die deutsche Sprache erlernen und einige Fächer in ihrer Schule im bilingualen Modell auf Deutsch unterrichtet werden. Die deutschen Schülerinnen und Schüler hatten jedoch noch keine Spanischkenntnisse, so dass die gesamte Kommunikation auf Deutsch stattfand.

Das Projekt war ein großer Erfolg, der allen Beteiligten viel Freude bereitet hat. Es hat nicht nur den Horizont erweitert, sondern auch die Vorfreude auf die bevorstehende Reise nach Pamplona im nächsten Frühjahr geweckt.

Die Adolf-Reichwein-Schule freut sich auf weitere spannende Projekte im Rahmen von Erasmus+ und darauf, die internationale Zusammenarbeit weiter auszubauen und andere Kulturen kennenzulernen.

Petra Brüll
Schulleiterin