{"id":83,"date":"2013-07-11T11:47:28","date_gmt":"2013-07-11T09:47:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/?page_id=83"},"modified":"2020-03-28T16:38:27","modified_gmt":"2020-03-28T15:38:27","slug":"adolf-reichwein","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/?page_id=83","title":{"rendered":"Adolf Reichwein"},"content":{"rendered":"<p><strong>Adolf Reichwein \u2013 Eine Beschreibung seines Lebens (f\u00fcr junge Leser)<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_468\" aria-describedby=\"caption-attachment-468\" style=\"width: 203px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Reichwein-Portrait.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-468 \" style=\"margin: 5px;\" title=\"Reichwein Portrait\" src=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Reichwein-Portrait-203x300.jpg\" alt=\"\" width=\"203\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Reichwein-Portrait-203x300.jpg 203w, https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Reichwein-Portrait.jpg 274w\" sizes=\"(max-width: 203px) 100vw, 203px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-468\" class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. Adolf Reichwein<br \/>1898-1944<\/figcaption><\/figure>\n<p>Er war kein Supermann und auch kein Heiliger. Er war ein ganz normaler Mensch. Und doch war er etwas Besonders: Es sah es als seine Aufgabe an, das Leben der Menschen zu verbessern. F\u00fcr diese Aufgabe lebte und arbeitete er. Auf der ganzen Welt war er zuhause, er war ein Organisator, ein Gelehrter und ein Lehrer. Und er war ein Menschenfreund: Adolf Reichwein. Unsere Schule tr\u00e4gt seinen Namen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sohn eines Dorfschullehrers<\/strong><\/p>\n<p>Adolf Reichwein wurde am 03. Oktober 1898 in Bad Ems geboren. Sein Vater war ein Dorfschullehrer, der einen f\u00fcr die damalige Zeit sehr modernen Unterricht machte: Die Kinder lernten bei ihm nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen, sondern besch\u00e4ftigten sich auch mit Projekten, trieben viel Sport, bastelten Sachen, malten Bilder und machten Musik. Adolf Reichwein war eine Zeit lang Sch\u00fcler seines Vaters. Das hat ihn f\u00fcr sein ganzes Leben gepr\u00e4gt. Vater und Sohn mochten sich sehr. F\u00fcr Adolf Reichwein blieb sein Vater als Lehrer wie auch als Mensch immer ein Vorbild.<\/p>\n<p><strong>Der Wandervogel<\/strong><\/p>\n<p>Bereits als Kind unternahm Adolf Reichwein zusammen mit Freunden viele Wanderfahrten durch Deutschland. Er geh\u00f6rte damals einer gro\u00dfen Gruppe von jungen Leuten an, die sich \u201eWanderv\u00f6gel\u201c nannten. Adolf Reichwein war sehr clever, ungemein flei\u00dfig, konnte schnell lernen und liebte riskante Abenteuer. Er war bei seinen Freunden sehr beliebt, weil er hilfsbereit war und man sich immer auf ihn verlassen konnte.<\/p>\n<p><strong>Kriegserfahrungen<\/strong><\/p>\n<p>Als 1914 der erste Weltkrieg ausbrach, wurde Adolf Reichwein Soldat. Da war er knapp 17 Jahre alt. Wie damals die meisten jungen M\u00e4nner, fand auch er das mit dem Krieg zun\u00e4chst ganz toll \u2013 so mit Gewehr, Stahlhelm und Uniform. Doch dann lernte er die Wirklichkeit auf dem Schlachtfeld kennen, eine grausame Wirklichkeit. Er sah, wie t\u00e4glich tausende von Menschen sinnlos mordeten und sinnlos ermordet wurden, wie Zerst\u00f6rung, Tod und Elend die Tage und N\u00e4chte bestimmten. Schon bald wurde auch er sehr schwer verwundet. Fast w\u00e4re er gestorben. Danach hatte Adolf Reichwein von Krieg gr\u00fcndlich die Nase voll.<\/p>\n<figure id=\"attachment_471\" aria-describedby=\"caption-attachment-471\" style=\"width: 218px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Soldat.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-471\" title=\"Soldat\" src=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Soldat-218x300.jpg\" alt=\"\" width=\"218\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Soldat-218x300.jpg 218w, https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Soldat.jpg 728w\" sizes=\"(max-width: 218px) 100vw, 218px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-471\" class=\"wp-caption-text\">Reichwein als junger Soldat<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Schulbildung f\u00fcr alle<\/strong><\/p>\n<p>Die letzten Kriegsmonate verbrachte er im Krankenhaus. Als Soldat war ihm aufgefallen, dass viele seiner Kameraden nur eine sehr geringe Schulausbildung gehabt hatten und deshalb auch nicht viel wussten von Wirtschaft, Politik, Geschichte und anderen wichtigen Dingen. Das wollte Adolf Reichwein \u00e4ndern. Er beschloss Wissenschaftler und Lehrer f\u00fcr Erwachsene zu werden und daf\u00fcr zu sorgen, dass auch einfache Bauern und Arbeiter sich fortbilden konnten.<\/p>\n<p><strong>Der Volksbildner<\/strong><\/p>\n<p>Reichwein studierte in Frankfurt und in Marburg. 1923 schloss er seine Ausbildung mit einer Doktorarbeit ab. In Berlin k\u00fcmmerte er sich um die dortigen Volkshochschulen, das waren Schulen f\u00fcr Leute, die nach Feierabend oder im Urlaub noch etwas lernen wollten. Sp\u00e4ter wurde er Leiter der Volkshochschule in Jena.<\/p>\n<p>Immer wieder unternahm er mit Gruppen junger Leute Reisen ins Ausland. Die Menschen sollten die Welt kennenlernen. Und Reisen zu organisieren, war seine Spezialit\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>Die Katastrophe<\/strong><\/p>\n<p>Adolf Reichwein war seit 1920 verheiratet. 1925 geschah etwas Schreckliches: Sein kleiner Sohn Gerhard, zwei Jahre alt, fiel beim Spielen im Garten in eine Regentonne und ertrank. Durch dieses schlimme Ereignis und weil Vater und Mutter sich schon einige Zeit nicht mehr gut verstanden, zerbrach die Ehe der Reichweins. Sie lie\u00dfen sich scheiden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_472\" aria-describedby=\"caption-attachment-472\" style=\"width: 215px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/mitGerhard.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-472\" title=\"mitGerhard\" src=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/mitGerhard-215x300.jpg\" alt=\"\" width=\"215\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/mitGerhard-215x300.jpg 215w, https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/mitGerhard.jpg 718w\" sizes=\"(max-width: 215px) 100vw, 215px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-472\" class=\"wp-caption-text\">Mit dem kleinen Gerhard<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong><br \/>\nBildung f\u00fcr junge Arbeiter<\/strong><\/p>\n<p>Adolf Reichwein st\u00fcrzte sich in seine Arbeit. Die jungen Arbeiter lagen ihm besonders am Herzen. Mit Unterst\u00fctzung einer gro\u00dfen Firma gr\u00fcndete er eine ganz besondere Schule, das \u201eJungarbeiterheim am Beuthenberg\u201c bei Jena. Hier lebten junge Arbeiter in einer Gemeinschaft zusammen. Sie lernten gemeinsam, f\u00fchrten interessante Projekte durch und unternahmen Reisen. Mitbestimmung wurde ganz gro\u00df geschrieben. Reichwein war \u00fcberzeugt: Es ist gut f\u00fcr junge Leute, wenn sie etwas von der Welt erfahren und lernen, Verantwortung f\u00fcr sich und f\u00fcr andere zu \u00fcbernehmen. Er wohnte auch bei seinen Sch\u00fclern im Heim, besuchte mit ihnen Konzerte, Vortr\u00e4ge und andere Veranstaltungen und teilte alles mit ihnen.<\/p>\n<p><strong>Hungermarsch<\/strong><\/p>\n<p>Mit einer dieser Gruppen unternahm er eine mehrw\u00f6chige Reise durch Skandinavien. In Lappland, einer fast menschenleeren Gegend, hatte sich Reichwein mit seiner Gruppe einmal so verlaufen, dass es richtig gef\u00e4hrlich wurde. Ihre Vorr\u00e4te waren n\u00e4mlich aufgebraucht und sie fanden nichts zu essen. Da w\u00e4ren sie fast verhungert! 8000 Kilometer hatten sie am Ende zur\u00fcckgelegt, viele Kilometer davon zu Fu\u00df.<br \/>\nEr machte keine halben Sachen, dieser Adolf Reichwein! \u00dcber die abenteuerliche Reise durch Skandinavien schrieb er sp\u00e4ter einen Reisebericht und nannte ihn \u201eHungermarsch durch Lappland\u201c.<\/p>\n<figure id=\"attachment_473\" aria-describedby=\"caption-attachment-473\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Fahrt.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-473\" title=\"Fahrt\" src=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Fahrt-300x238.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"238\" srcset=\"https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Fahrt-300x238.jpg 300w, https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Fahrt.jpg 781w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-473\" class=\"wp-caption-text\">Unterwegs mit jungen Arbeitern<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong><br \/>\nDer Weltreisende<\/strong><\/p>\n<p>Wieder daheim, sp\u00fcrte Adolf Reichwein, dass er nach dem tragischen Tod seines Kindes und der Trennung von seiner Frau eine Auszeit brauchte. Nicht, dass er Urlaub gemacht h\u00e4tte! Vielmehr packte er seine Koffer und unternahm eine Forschungsreise durch die USA, Alaska, Mexiko, Japan, China und Europa. Die Reise dauerte fast ein ganzes Jahr. Er lernte alles \u00fcber Land und Leute, gewann viele Freunde und hatte auch so manches Abenteuer zu bestehen.<\/p>\n<p><strong>Erneuerung der Volkshochschule<\/strong><\/p>\n<p>Erst ein Jahr sp\u00e4ter kehrte er zu seinem Arbeitsplatz nach Deutschland zur\u00fcck, voller neuer Erfahrungen und Ideen. Weil man wusste, dass er sich mit den Volkshochschulen so gut auskannte, holte man Adolf Reichwein 1929 als Mitarbeiter ans Kultusministerium in Berlin. Das Kultusministerium ist eine Beh\u00f6rde, der alle staatlichen Schulen unterstehen. Dort geh\u00f6rte es zu seinen Aufgaben, die Ausbildung k\u00fcnftiger Volkshochschullehrer neu zu organisieren.<\/p>\n<p><strong>Der Professor<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die Ausbildung der Lehrer gab es besondere Schulen, die P\u00e4dagogischen Akademien. An der<br \/>\nP\u00e4dagogischen Akademie in Halle wurde Dr. Adolf Reichwein schlie\u00dflich Professor. Er lehrte dort die F\u00e4cher Staatsb\u00fcrgerkunde und Geschichte.<\/p>\n<p><strong>Der Flieger<\/strong><\/p>\n<p>Adolf Reichwein wollte immer schnell von einem Ort zum anderen kommen. Mit dem Zug oder dem Auto dauerte ihm das aber viel zu lange. Da kaufte er sich ein kleines Sportflugzeug. Das war nat\u00fcrlich nicht billig. Aber er konnte sich diese Ausgabe leisten, weil er zuvor ein interessantes Buch geschrieben hatte, das sich gut verkaufte. Mit seinem Flugzeug flog er nun zwischen seinen Arbeitspl\u00e4tzen hin und her. Er flog auch zu Vortr\u00e4gen oder besuchte junge Menschen, die irgendwo in Zeltlagern zusammen an irgendeinem Projekt arbeiteten. Dann landete er meist auf einer Wiese in der N\u00e4he. Das war nicht ungef\u00e4hrlich, aber typisch Reichwein.<br \/>\nDie jungen Leute freuten sich, wenn der Professor kam, denn sie mochten ihn sehr und bewunderten ihn. Er war klug, aber auch nett und er konnte toll von seinen vielen Reisen erz\u00e4hlen. Wenn es dann sp\u00e4t geworden war, \u00fcbernachtete \u201eder fliegende Professor\u201c auch schon mal im Zelt, warf dann am anderen Morgen wieder den Propeller an und flog weiter.<\/p>\n<figure id=\"attachment_475\" aria-describedby=\"caption-attachment-475\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Am-Propeller.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-475\" title=\"Am Propeller\" src=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Am-Propeller-300x209.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"209\" srcset=\"https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Am-Propeller-300x209.jpg 300w, https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Am-Propeller.jpg 830w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-475\" class=\"wp-caption-text\">Am Propeller<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong><br \/>\nLeben in Nazi-Deutschland<\/strong><\/p>\n<p>Adolf Reichwein heiratete erneut &#8211; Rosemarie Pallat, eine Gymnastiklehrerin.<\/p>\n<figure id=\"attachment_477\" aria-describedby=\"caption-attachment-477\" style=\"width: 186px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Ehepaar-Reichwein.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-477\" title=\"Ehepaar Reichwein\" src=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Ehepaar-Reichwein-186x300.jpg\" alt=\"\" width=\"186\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Ehepaar-Reichwein-186x300.jpg 186w, https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Ehepaar-Reichwein.jpg 492w\" sizes=\"(max-width: 186px) 100vw, 186px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-477\" class=\"wp-caption-text\">Das Ehepaar Reichwein<\/figcaption><\/figure>\n<p>Aber f\u00fcr das junge Ehepaar brach schon bald eine schwere Zeit an. Deutschland geriet immer mehr unter den Einfluss eines Menschen, der Adolf Hitler hie\u00df. Hitler und seine Partei (sie nannten sich Nationalsozialisten) wollten in Deutschland \u00fcber alles bestimmen und tr\u00e4umten sogar davon, eines Tages die ganze Welt zu beherrschen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_476\" aria-describedby=\"caption-attachment-476\" style=\"width: 265px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Hitler.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-476\" title=\"Hitler\" src=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Hitler-265x300.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Hitler-265x300.jpg 265w, https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Hitler.jpg 354w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-476\" class=\"wp-caption-text\">Adolf Hitler<\/figcaption><\/figure>\n<p>Reichwein konnte die Nazis und ihre Ideen \u00fcberhaupt nicht leiden, wie er \u00fcberhaupt keine Partei so richtig gut fand. Es machte ihm auch gar nichts aus, das \u00f6ffentlich zu sagen. Es wurde jedoch immer gef\u00e4hrlicher, wenn man sich offen gegen Hitler stellte. Ganz schlimm war es dann, als die Nazis in Deutschland an der Regierung waren und Adolf Hitler sich als \u201eder F\u00fchrer\u201c verehren lie\u00df. Das war ab dem Jahr 1933. Jetzt konnten die Nazis \u00fcber alles und jeden bestimmen. Adolf Reichwein war gerade von seiner Hochzeitsreise zur\u00fcckgekehrt, da teilten sie ihm auch schon mit, er sei unerw\u00fcnscht und d\u00fcrfe ab sofort nicht mehr als Professor arbeiten. Und dabei hatte Adolf Reichwein noch Gl\u00fcck: Viele, viele Menschen brachten die Nazis einfach um, nur weil ihnen ihre Meinung nicht passte.<br \/>\nBei Reichwein trauten sie sich anfangs wohl noch nicht so recht. Au\u00dferdem gab es einflussreiche Menschen, die sich f\u00fcr ihn einsetzten. Immerhin war er nicht nur in Deutschland eine sehr bekannte und gesch\u00e4tzte Pers\u00f6nlichkeit. Alle Freunde rieten ihm: \u201eGeh aus Deutschland weg, andere L\u00e4nder nehmen dich gerne auf!\u201c Aber Adolf Reichwein blieb.<br \/>\nEr, der bekannte Professor, bat stattdessen darum, an eine ganz kleine Schule als einfacher Dorfschullehrer versetzt zu werden. Man gew\u00e4hrte ihm diese Bitte, beobachtete und kontrollierte ihn aber ganz genau.<br \/>\nReichwein versuchte so gut es ging in Nazi-Deutschland zu zurechtzukommen.<br \/>\nNoch war die Zeit, sich konsequent gegen Hitler zu stellen, f\u00fcr ihn nicht gekommen. Was au\u00dferdem sollte auch aus der Familie werden, wenn der Vater verhaftet w\u00fcrde! Denn die Familie der Reichweins wuchs.&nbsp;In den folgenden Jahren kamen vier Kinder zur Welt: Renate, Roland, Kathrin und sp\u00e4ter noch Sabine.<\/p>\n<figure id=\"attachment_478\" aria-describedby=\"caption-attachment-478\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/mit-Kindern.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-478\" title=\"mit Kindern\" src=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/mit-Kindern-300x197.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"197\" srcset=\"https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/mit-Kindern-300x197.jpg 300w, https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/mit-Kindern-1024x674.jpg 1024w, https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/mit-Kindern.jpg 1120w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-478\" class=\"wp-caption-text\">Mit den Kindern Renate, Kathrin und Roland<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong><br \/>\nDie Dorfschule in Tiefensee<\/strong><\/p>\n<p>Die kleine Schule in Tiefensee (ein Dorf in der N\u00e4he von Berlin), in der Reichwein nun unterrichtete, wurde von etwa 30 Kindern im Alter von 5 bis 14 Jahren besucht. Die Schule hatte einen 7m langen und 5m breiten Unterrichtsraum und eine kleine Wohnung, in der die Reichweins wohnten. Die Lehrerwohnung war nicht nur klein, sie hatte auch kein flie\u00dfendes Wasser und kein Bad. Das Plumpsklo war drau\u00dfen auf dem Hof. Dort stand auch eine Wasserpumpe. Reichwein litt sehr unter diesen beengten Wohnverh\u00e4ltnissen. Sein kleines Flugzeug musste er dann auch noch verkaufen, weil er sich standhaft weigerte, ein Hakenkreuz, das Zeichen der Nazis, auf die Tragfl\u00e4chen malen zu lassen.<\/p>\n<p><strong>Wie ein lebendiges Organ<\/strong><\/p>\n<p>Der Unterricht in Tiefensee war anders als der Unterricht in den meisten anderen Schulen in Deutschland. Das lag daran, dass Reichwein sich etwas ganz Anderes unter Kindern und Jugendlichen vorstellte als Hitler. Hitler sagte: Ich will eine Jugend, vor der die Welt erschreckt. Sie soll gewaltt\u00e4tig und grausam sein und andere V\u00f6lker beherrschen wollen. Reichwein dagegen sagte: Ich will keine&nbsp;gedrillten Kinder und Jugendlichen, die wie Zahnr\u00e4der in eine Maschine passen. Ein&nbsp;junger Mensch soll sein wie ein Organ, das einem lebendigen K\u00f6rper dient.<\/p>\n<figure id=\"attachment_479\" aria-describedby=\"caption-attachment-479\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/ReichweinKinder.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-479\" title=\"ReichweinKinder\" src=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/ReichweinKinder-300x222.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"222\" srcset=\"https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/ReichweinKinder-300x222.jpg 300w, https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/ReichweinKinder.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-479\" class=\"wp-caption-text\">Mit Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong><br \/>\nEin anderer Unterricht<\/strong><\/p>\n<p>Reichwein war sehr sportlich. Die Kinder, die zu ihm in die Schule gingen, fingen am Morgen mit Fr\u00fchsport an, damit sie k\u00f6rperlich gesund bleiben sollten. Im Unterricht arbeiteten Gro\u00dfe und Kleine zusammen. Es gab keinen vorgeschriebenen Lehrplan. Man hatte aber immer etwas vor. Einmal planten die Kinder den Bau eines kleinen Gew\u00e4chshauses. Von der Planung, \u00fcber die Beschaffung des Baumaterials bis hin zum Bau geh\u00f6rte alles zu diesem Projekt. Hierzu musste man messen, rechnen, Dinge aufschreiben, lesen, zeichnen, sich Kenntnisse \u00fcber Blumen und Gem\u00fcse aneignen und vieles mehr.<\/p>\n<p><strong>Unter freiem Himmel lernen<\/strong><\/p>\n<p>Oft fand der Unterricht im Freien statt und in den Pausen gingen die Kinder mit ihrem Lehrer schwimmen. Bei all den Freiheiten war Lehrer Reichwein jedoch auch sehr streng und achtete<br \/>\ndarauf, dass alle Kinder genug lernten. Hin und wieder lie\u00df er einige sogar nachsitzen. Dann verga\u00df er das manchmal und die Kinder sa\u00dfen bis abends in der Schule. Das ist aber nicht oft passiert.<\/p>\n<figure id=\"attachment_480\" aria-describedby=\"caption-attachment-480\" style=\"width: 233px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Unterricht-drau\u00dfen.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-480\" title=\"Unterricht drau\u00dfen\" src=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Unterricht-drau\u00dfen-233x300.jpg\" alt=\"\" width=\"233\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Unterricht-drau\u00dfen-233x300.jpg 233w, https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Unterricht-drau\u00dfen.jpg 688w\" sizes=\"(max-width: 233px) 100vw, 233px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-480\" class=\"wp-caption-text\">Unterricht drau\u00dfen<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong><br \/>\nSchaffendes Schulvolk<\/strong><\/p>\n<p>Die Ergebnisse jedenfalls, die er mit seinen Kindern erzielte, erstaunten alle, auch die Nazis. Kein Wunder, denn seine Kinder wussten immer, worum es im Unterricht ging, warum sie das eine oder andere tun sollten und alles hatte irgendwie mit ihnen zu tun. Und wenn dann am Ende ein Vorhaben abgeschlossen war, dann war es der Erfolg aller, auf den man stolz sein<br \/>\nkonnte. Bei Reichwein wurde eben mit Kopf, Herz und Hand gelernt. Und die Nazis? Die merkten gar nicht, dass Reichweins Schule ganz andere Menschen hervorbrachte als die, die sich \u201eder F\u00fchrer\u201c w\u00fcnschte. Reichwein durfte sogar nach England reisen, um dort \u00fcber seine Unterrichtsarbeit zu berichten. Sp\u00e4ter schrieb er auch ein Buch \u00fcber seine Schule in Tiefensee. Es hei\u00dft \u201eSchaffendes Schulvolk\u201c.<\/p>\n<p><strong>Der Film in der Schule<\/strong><\/p>\n<p>Adolf Reichwein besch\u00e4ftigte sich auch intensiv mit einer Sache, die damals gerade erst aufkam: Der Film in der Schule. Er schrieb dar\u00fcber ein Buch, in dem er aufzeigte, was man alles mit einem Film im Unterricht anfangen kann.<\/p>\n<figure id=\"attachment_482\" aria-describedby=\"caption-attachment-482\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Kinder-mit-Film.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-482\" title=\"Kinder mit Film\" src=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Kinder-mit-Film-300x211.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"211\" srcset=\"https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Kinder-mit-Film-300x211.jpg 300w, https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Kinder-mit-Film.jpg 834w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-482\" class=\"wp-caption-text\">Kinder am Filmprojektor<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong><br \/>\nUnter Beobachtung<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Reichwein wurde es immer unertr\u00e4glicher mit anzusehen, wie Hitler die Welt ins Ungl\u00fcck st\u00fcrzte. Aber er musste es irgendwie schaffen, weiterhin in diesem Nazi-Deutschland zu leben und zu arbeiten. Er musste jetzt auch sehr aufpassen, was er sagte und wurde vorsichtiger in seinen \u00c4u\u00dferungen. Er wollte nicht das Risiko eingehen, wegen einer kritischen Bemerkung verhaftet zu werden. Auch die Eltern einiger Sch\u00fcler, \u00fcberzeugte Nazis, lauerten nur darauf, dass er einen Fehler machte. Sie schrieben auch feige Briefe ohne Unterschrift an die Beh\u00f6rden, um ihn zu schlecht zu machen.<\/p>\n<p><strong>Museen zum Anfassen und Mitmachen<\/strong><\/p>\n<p>Als Hitler 1939 der \u00fcbrigen Welt den Krieg erkl\u00e4rt hatte, wurden wieder die M\u00e4nner zu den Waffen gerufen. Adolf Reichwein musste jedoch nicht zu den Soldaten, weil er wegen seiner Verwundung aus dem Ersten Weltkrieg nicht \u201ekriegsverwendungsf\u00e4hig\u201c war. Er begann eine neue Arbeit in Berlin. Dort organisierte er Ausstellungen und Workshops und wollte daf\u00fcr sorgen, dass die Museen f\u00fcr Besucher nicht mehr so langweilig waren. Er sagte: Ein Museum kann doch nicht nur ein Ort sein, wo man Sachen hinter Glas betrachtet! Ein Museum muss vielmehr wie eine Werkstatt oder ein Garten sein, wo man Sachen anfassen und ausprobieren kann, damit man sie richtig versteht.<\/p>\n<p><strong>Im Widerstand<\/strong><\/p>\n<p>Adolf Reichwein war ein Vielarbeiter. Das bekam auch seine Familie zu sp\u00fcren. Oft war er au\u00dfer Haus oder in Gedanken mit irgendeiner wichtigen Sache besch\u00e4ftigt. Ehefrau und Kinder sind dar\u00fcber nicht immer froh gewesen. Au\u00dferdem f\u00fchrte er in seinen letzten Lebensjahren mehr und mehr ein sehr gef\u00e4hrliches Doppelleben, von dem nur wenige wussten: Adolf Reichwein hatte sich einer geheimen Bewegung angeschlossen, die daran arbeitete, Hitlers Macht zu st\u00fcrzen und den Krieg zu beenden.<\/p>\n<p><strong>Der Kreisauer Kreis<\/strong><\/p>\n<p>Diese Widerstandsgruppe nannte sich der \u201eKreisauer Kreis\u201c, eine von vielen Widerstandsgruppen in Deutschland, die mehr oder weniger voneinander wussten, aber alle das gleiche Ziel hatten: Hitler muss weg! Im \u201eKreisauer Kreis\u201c wurde sogar dar\u00fcber nachgedacht, wie es in einem Deutschland ohne Hitler und ohne Krieg weitergehen k\u00f6nnte. Reichwein konnte sich vorstellen, die Organisation des Schulwesens in Deutschland zu \u00fcbernehmen. \u00dcber so etwas nachzudenken, war nat\u00fcrlich absolut verboten! Deshalb konnten die Treffen des \u201eKreisauer Kreises\u201c auch nur im Geheimen stattfinden, immer begleitet von der Angst, dass jemand die Gruppe an die Nazis verraten k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>Das Ende<\/strong><\/p>\n<p>Im Juli 1944 wollten einige mutige Soldaten Hitler t\u00f6ten. Doch das Attentat scheiterte. Das hatte schlimme Folgen. Viele Menschen wurden verhaftet und umgebracht. Auch Adolf Reichwein wurde schlie\u00dflich als Mitglied des Widerstands erkannt und verhaftet. Man warf ihn ins Gef\u00e4ngnis. Monatelang wurde er dort verh\u00f6rt und gefoltert. Am 20. Oktober 1944 wurde er zum Tode verurteilt und wenige Stunden sp\u00e4ter erh\u00e4ngt. Seine Frau erfuhr erst einen Tag sp\u00e4ter von seinem Tod, denn man hatte ihm nicht erlaubt, sich von seiner Familie zu verabschieden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_483\" aria-describedby=\"caption-attachment-483\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/VorGericht.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-483\" title=\"VorGericht\" src=\"http:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/VorGericht-300x187.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/VorGericht-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/VorGericht-1024x639.jpg 1024w, https:\/\/www.ars-pohlheim.net\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/VorGericht.jpg 1314w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-483\" class=\"wp-caption-text\">Das Todesurteil<\/figcaption><\/figure>\n<p>Keiner wei\u00df, wo Adolf Reichwein begraben liegt. Wahrscheinlich ist sein K\u00f6rper verbrannt worden und man hat die Asche irgendwo verstreut.<\/p>\n<p><strong>Der Menschenfreund<\/strong><\/p>\n<p>Viele Jahre zuvor hatte Adolf Reichwein ein selbstverfasstes Gedicht in die Poesiealben einiger Sch\u00fcler aus Tiefensee geschrieben. Er gibt darin Tipps, wie man sein Leben gestalten soll. Das Gedicht schlie\u00dft mit den Worten:<\/p>\n<p><em>G\u00fcte allen Menschen zeigen, Wahrheit gegen jedermann, <\/em><br \/>\n<em>\u00fcber andrer Fehler schweigen und nur wollen, was man kann.<\/em><\/p>\n<p>Wenn die Leute so miteinander umgingen, w\u00fcrde eine bessere Welt entstehen, das war seine \u00dcberzeugung.<\/p>\n<p>Unsere Schule in Pohlheim ist stolz seinen Namen zu tragen.<\/p>\n<p>N. Kissel 2013<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Literaturempfehlung zu Adolf Reichwein<\/strong><\/p>\n<p>Ullrich Amlung: \u201e\u2026 in der Entscheidung gibt es keine Umwege\u201c: Adolf Reichwein 1898\u20131944. Reformp\u00e4dagoge, Sozialist, Widerstandsk\u00e4mpfer. 3. Auflage. Sch\u00fcren, Marburg 2003, ISBN 3-89472-273-8.<\/p>\n<p><strong>Adolf-Reichwein-Verein <\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.adolf-reichwein-verein.de\/\">http:\/\/www.adolf-reichwein-verein.de\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Adolf Reichwein \u2013 Eine Beschreibung seines Lebens (f\u00fcr junge Leser) Er war kein Supermann und auch kein Heiliger. Er war ein ganz normaler Mensch. Und doch war er etwas Besonders: Es sah es als seine Aufgabe an, das Leben der Menschen zu verbessern. F\u00fcr diese Aufgabe lebte und arbeitete er. 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